• Das Betreuungsrecht – ein Teil des Familienrechts – löste 1992 die Vormundschaft für Volljährige und die Gebrechlichkeitspflegschaft ab. Die Voraussetzungen für die Einrichtung einer Betreuung werden in § 1896 BGB formuliert.


    Danach bestellt das Gericht auf Antrag des Betroffenen oder von Amts wegen einen Betreuer, wenn ein Volljähriger „auf Grund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung seine Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht besorgen“ kann. Ein nachträglich eingefügter Abs. 1 a bestimmt ausdrücklich: „Gegen den freien Willen des Volljährigen darf ein Betreuer nicht bestellt werden.“


    Ob ein Wille im konkreten Fall „frei“ ist oder nicht und ob die Freiheit des Willens überhaupt ein geeignetes Kriterium ist, wenn jemand nachhaltig und explizit eine Betreuung ablehnt, wird verschiedentlich diskutiert. Zu manchen Krankheitsbildern gehört es, die eigene Hilfsbedürftigkeit zu negieren. Andererseits hat das Bundesverfassungsgericht schon 1981 in gewissen Grenzen ein Recht auf „Freiheit zur Krankheit“ eingeräumt (BVerfGE 58, 208)


    Ich berate und unterstütze


    • Betroffene bei der Einrichtung oder Aufhebung einer Betreuung oder bei Problemen im Rahmen einer bestehenden Betreuung

    • Angehörige und Bevollmächtigte in Bezug auf alle rechtlichen Aspekte, die sich durch ein Betreuungsverfahren oder eine eingerichtete Betreuung ergeben können.

    • Betreuer (ehrenamtliche und Berufsbetreuer) bei allen rechtlichen Fragestellungen rund um die Betreuung und die Betreuertätigkeit.

    • jeden, der durch eine angeregte oder bereits bestehende Betreuung irgendwie involviert ist